Non-verbale Kommunikation, ein Schlüssel zum Erfolg

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Non-verbale Kommunikation, ein Schlüssel zum Erfolg 

AD Von AUTOHANDEL DIGITAL 5. September 2018 Keine Kommentare

Als non-verbale Kommunikation werden Körpersprache, Mimik, Gestik, Haltung, Micro-Impressionen und  Körperbewegungen bezeichnet, die wie das gesprochene Wort mit unserem Gegenüber kommunizieren. Darüber hinaus ist es der visuelle Gesamteindruck einer Person, wie zum Beispiel Kleidung, Schmuck, Frisur. Über 50 Prozent unserer Kommunikation finden alleine durch unsere Körpersprache und Tonalität stattfindet. Der Inhalt, dem die meisten Menschen den größten Teil an Bedeutung zusprechen, ist offensichtlich gar nicht so bedeutend. Das bedeutet: Wir müssen non-verbale Kommunikation lernen. – Ein Kommentar von Michael Danell

Wozu benötige ich dieses Wissen und warum?


Forscher haben herausgefunden, dass Menschen, die Körpersprache lesen können, erfolgreicher sind als diejenigen, die diese Fähigkeiten nicht besitzen. „Brauche ich das Wissen um Körpersprache überhaupt? Bisher kam ich auch so ganz gut zurecht.“ Das stimmt, doch Sie benötigen das Wissen unbedingt, denn in jeder Art der Kommunikation zeigt unser Körper immer ganz deutlich unsere Emotionen und Reaktionen auf bestimmte Situationen. Gerade deshalb ist der persönliche Kontakt zu unserem Gesprächspartner so wichtig. Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, warum wir uns bei Vertragsverhandlungen gerne treffen? Warum reisen wir zu Besprechungen an? Um die non-verbale Reaktion auf eine Situation bewusst oder unbewusst wahrzunehmen. Vielleicht läuft das zur Zeit noch unterbewusst ab und Sie haben am Ende des Meetings nur so ein Gefühl: ‚Da stimmt etwas nicht.’ oder ‚Das war echt super!‘ Ich werde Ihnen im Folgenden einige einfache Techniken mitgeben, mit denen Sie lernen können, Situationen leichter einzuschätzen.

 

Beobachten
Die erste Empfehlung, die ich Ihnen geben möchte: Seien Sie ein aufmerksamer Beobachter Ihres Gegenübers und Ihrer Umgebung. Sie werden feststellen, wie schnell Sie ein Gefühl dafür entwickeln, eine Situation einschätzen zu können. Wenn Sie zum Beispiel in einem Restaurant sitzen, fangen Sie an, die Menschen um sich zu beobachten, achten Sie darauf, was um Sie herum passiert. Das kann nicht nur unglaublich spannend sein, sondern wird auch Ihre Beobachtungsgabe unglaublich verbessern.

Diese Fähigkeit, Rückschlüsse aus dem Verhalten der Menschen durch Beobachtung zu ziehen, ist in unseren Urgenen verankert. Entdecken Sie Ihre Fähigkeiten neu und werden Sie ein Beobachter Ihrer Umgebung. Lassen Sie dabei allerdings nie den Kontext der Situation aus den Augen. Das, was Sie als Körpersprache lesen, dient nur als Anhaltspunkt der gerade stattfindenden Emotion, die sowohl richtig oder auch falsch sein kann. Durch gute und geschickte Fragetechnik erhalten Sie dann schnell eine Bestätigung Ihrer Vermutung.

Körperhaltung
Die Körperhaltung ist extrem wichtig, denn sie alleine strahlt schon Kompetenz aus. Mit der gesamten Körperspannung und Ausstrahlung demonstrieren Sie Souveränität. Vielleicht haben Sie das auch schon mal wahrgenommen: Jemand betritt einen Raum, sagt kein Wort und trotzdem ist diese Person absolut präsent. Das alleine kann schon der Ausdruck von Körperhaltung und Körperspannung auslösen. Auf- und abgehen oder mit den Beinen unter dem Tisch wippen zeigen eher das Gegenteil und bringen das Fundament ordentlich ins Wanken. Ihr Gegenüber spürt diese Unsicherheit sofort. Und dann noch: Kopf hoch! Halten Sie Ihren Kopf gerade in der Körpermitte. Nehmen Sie dies jedoch nicht ganz so wörtlich, sonst könnte es schnell arrogant wirken. Versuchen Sie es etwa so, als hielte ein Marionettenspieler Sie an einem unsichtbaren Faden. Das Neigen des Kopfes wird von Ihrem Gegenüber ebenfalls wahrgenommen und kann von Ihnen bewusst eingesetzt werden, zum Beispiel mit einem minimalen, kaum sichtbaren Nicken, wenn Sie Ihren Gesprächspartner zu einem „Ja“ hinführen möchten.

 

Der Blickkontakt
In unseren Kulturkreisen gehört es zum guten Ton, seinen Gesprächspartner anzusehen. Bitte achten Sie darauf, Ihrem Gegenüber in die Augen zu sehen, das zeigt Stärke und gibt ihm das Gefühl, dass Sie es ehrlich mit ihm meinen. Gerade in Situationen, in denen es unangenehm wird: Schauen Sie Ihren Gesprächspartner an, halten Sie den Blickkontakt, knicken Sie nicht ein. Binden Sie auch nicht aktive Gesprächspartner in das Gespräch ein, entweder verbal oder durch Blickkontakt.

Tipp: Zählen Sie gedanklich bis drei, bevor Sie den Blick jemand anderem zuwenden. Durch diese Herangehensweise wird eine innere Beziehung und Vertrauen untereinander aufgebaut. Ihr Gegenüber fühlt sich eingebunden und verstanden.

 

Das Lächeln
Ein Lächeln entfesselt und kann Brücken schlagen. Mit einem Lächeln können Sie Ihr Gegenüber mitnehmen und im Sturm erobern. Die Psychologen Kathy Todd und Joan Lockhard haben folgendes Experiment gemacht: Kellnerinnen sollten in einer Bar ihre Gäste auf zwei verschiedene Arten anlächeln. Das Erstaunliche: Die Gruppe der Kellnerinnen, die ihre Zähne beim Lächeln nicht zeigten, bekamen ein bis zu 40 Prozent geringeres Trinkgeld.

Die Lernerfahrung daraus ist: Lächeln Sie Ihren Kunden an und zeigen Sie Zähne, insbesondere bei der Begrüßung. Darüber hinaus setzt ein Lächeln das Glückshormon Dopamin frei. Dies wiederum hellt unsere Stimmung auf und wir werden automatisch viel aufgeschlossener. Doch auch hier ist anzumerken, dass es ehrlich gemeint sein muss. In allem was wir tun muss immer eine Authentizität sein. Ein echtes Lächeln ist nur ein echtes Lächeln, wenn um die Augen sogenannte Lachfältchen zu sehen sind.

Die Schultern
Beobachten Sie Ihre Schultern, denn häufig ist es so, dass wir bei Anspannung oder unter Stress unbewusst unsere Schultern hochziehen. Wenn Sie Ihr Gegenüber beobachten, können leicht hochgezogene Schultern auf eine sehr angespannte Situation hindeuten. Leichtes Beugen nach vorne kann symbolisieren: „Ich habe es schwer und habe eine Last zu tragen“. Dieses Phänomen ist häufig bei Menschen zu beobachten, die extrem viel Verantwortung oder auch Probleme und Stress haben.

 

Unbewusste Gesten
Mit den Händen an den Hals fassen oder durchs Gesicht fahren kann bedeuten, dass die Person sich gerade in einer angespannten Stresssituation befindet. Stressabbau wird auch häufig durch leichtes Streicheln des Körpers, zum Beispiel an den Händen, deutlich. Ähnlich wie vielleicht Ihre Eltern Sie bei einer schlechten Situation in den Arm genommen oder liebevoll über den Kopf gestreichelt haben.

 

Unsere Hände
Verstecken wir unsere Hände, kann das den Anschein erwecken, dass wir etwas zu verstecken haben. Bei Verhandlungen gehören Hände immer auf, niemals unter den Tisch. Zeigen Sie Ihre Hände und nutzen Sie diese als Unterstützung, um Ihr gesprochenes Wort durch Ihre Gesten noch eindringlicher zu untermauern. Aber auch hier zählt die Dosis: Zuviel davon wirkt unsicher und lässt unter Umständen an der Richtigkeit der Aussage zweifeln.

Bitte verdecken Sie auch nicht mit Ihren Händen Körperteile wie das Gesicht oder den Mund. Dies vermittelt den Anschein, Sie hätten etwas zu verbergen oder seien unsicher. Darüber hinaus empfehle ich Ihnen, klar und deutlich zu sprechen. Bitte fangen Sie auch nicht an, bei einer leichten innerlichen Verunsicherung zu nuscheln oder gar unbewusst die Hand vor dem Mund zu legen, um dann Ihre Sätze zu platzieren.

Kleidung
Wie Sie sicherlich wissen, entscheiden wir unbewusst innerhalb von drei bis fünf Sekunden, ob wir einen Menschen sympathisch finden oder nicht. Was nehme ich als erstes wahr? Seine Kleidung, seinen Stil, sein Gesicht und darüber hinaus auch seine Art, wie er geht, wie er sich gibt und wie er sich bewegt. Die Optik ist und bleibt nun mal der erste (visuelle) Kanal der Wahrnehmung.

Daher sollte die ‚Verpackung‘ von Anfang an stimmen. Wie heißt es so schön: ‚Kleider machen Leute‘. Kleidung verrät eine Menge über den Träger. Auch hier gilt es, genau zu beobachten: Wie möchte der Träger gesehen werden, locker, relaxt, respektvoll, modern oder sportlich? Ist der Träger gepflegt? Ist er Individuell? Unterliegt er eventuellen Normen? Kleidung drückt häufig aus, wie wir selber gesehen werden möchten, vielleicht auch, welchen Status wir haben oder haben möchten. Bitte achten Sie auch auf das Zusammenspiel zwischen Kleidung und der restlichen Wahrnehmung. Was sagt Ihr Gefühl? Wie beurteilen Sie dies5e Situation und den Gesamteindruck Ihres Gegenübers?

Doch Vorsicht! Bitte vergessen Sie nie, dass es sich ausschließlich um Hinweise und Wahrnehmungen handelt, die nicht zwangsläufig stimmen müssen. Um Genaueres zu erfahren oder sich in seiner Wahrnehmung bestätigt zu wissen, gilt es, seine Erkenntnisse durch gezielte und intelligente Fragetechniken genau zu hinterfragen, um schlussendlich die Bestätigung zu bekommen.

Noch ein Tipp: Eine gute Idee kann es sein, sich in den anderen hineinzuversetzen. Zeigen Sie aufrichtiges Interesse an den Bedürfnissen und Wünschen des anderen. Häufig erlebe ich es, dass der Gesprächspartner nicht zu Wort kommt oder ständig in seiner Kommunikation unterbrochen wird. Bitte lassen Sie den anderen ausreden, das ist wertschätzend und schafft Vertrauen. Schauen Sie die Menschen an, mit denen Sie reden und grenzen Sie niemanden aus, sondern achten Sie auf die gesamte Gruppe.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Anwendung der Techniken.

Michael Danell | https://www.michaeldanell.com | info@michaeldanell.de | +49 (0) 2389/402 699-3